Donnerstag, Februar 22, 2018

Ein Tag? Zwei?

Als ich gerade vorhin im Coop stand, weil ich noch Brot zum Abendessen holen wollte, war ich auf einmal ein bisschen verwundert, weil meine Füsse ganz schön müde waren. Okay, ich habe immer noch fiese Erklältung und werde recht schnell schlapp, also immer nix mit Sport, weil das Naselaufen zwar langsam weniger wird, dafür schmerzen jetzt die Nebenhöhlen, und, ich weiss nicht, ob sich noch wer dran erinnert, in unserer Basler Anfangszeit hatte ich das jeden Winter so fies, dass ich dann eine Woche mit Antibiotika flach lag, bis ich die Arztanweisungen halt mal endlich durchgezogen habe, nämlich bei Erkältung die Nase immer, immer, immer mit abschwellendem* Nasenspray** freizuhalten und die Schmerzen relativ grosszügig mit Ibuprofen zu behandeln, das noch dazu entzündungshemmend wirkt. So sorgt man dafür, dass der ganze Grusel abläuft ***(Kopfkino!) und nicht muntere Kulturen in Stirn- und Kieferhöhlen bildet. Das mache ich jetzt also. Zurück zu den müden Füssen.
Ich wunderte mich also ein bisschen, weil soooo viel war ich ja heute gar nicht gelaufen. Oder doch? Ja, doch, der Tag, wo ich morgens um halb neun vom Elfenbeinturm durch wunderschön klirrendel Kälte und ein paar versprengte Schneeflocken (und die müden Überreste der Fasnacht) durch die Stadt zum anderen Standort gelaufen war, um mal auszuprobieren, ob ein bisschen Bewegung gut tut, das war ja heute!
Dank der Ferien hat sich mein Arbeitsrhythmus etwas nach vorn verschoben. Der Hübsche übernimmt den Frühdienst zu Hause, bis um halb neun die Nanny kommt, und so nehme ich den ersten Bus und bin um kurz nach sieben am Schreibtisch, dafür pünktlich um 17:00h zu Hause. Da ist dann abends beim Einkaufen schon ganz schön viel Tag dazwischen passiert.
Neben dem üblichen arbeitarbeitarbeit habe ich heute als Vorbereitung für ein Resilienz-Training, zu dem ich mich anscheinend angemeldet habe, zwei Fragebögen ausgefüllt und ich muss sagen, ich bin sehr, sehr gespannt auf den Workshop. Ein Teil befasste sich mit der Grundresilienz, der andere mit Stressoren. Ich habe jetzt ja noch nicht gelernt, was ich aus den Ergebnissen herauslesen kann, aber ich wage trotzdem mal eine Prognose: Ich bin ziemlich resilient ("Soldiering through" heisst in Psychologensprache anscheinend "Determination" und raten Sie mal, wer da die höchsten möglichen Punkte hat? Und in Optimismus? Und in "Sense of Purpose" und Kontrollsucht? Und nicht so viel in Selfcare und Connecting with others? Sehr spannend finde ich die Auswertung der Stressoren, weil mich laut Test ungefähr alles unter Druck setzt (am meisten der Anspruch "I have to be perfect"), ausser, und zwar nullkommanull, Versagensangst. Hm. Hm.)


Sonstiges Highlight des Tages: Das Building Block Tape ist angekommen. Da gab es ja vor einiger Zeit mal ein Crowdfunding, wo ich dann doch nicht mitgemacht habe, und dann vor kurem einen Limango-Deal, wo ich nicht widerstehen konnte. Ich sehe vor meinem inneren Auge nicht nur einen Boden voller Lego, sondern auch die Wände von Little L.s Zimmer nach dem Umzug. Das wird super!


Heute abend noch Haarefärben (dringend nötig), weil morgen Friseurtermin (dringend nötig), Nägel ablackieren, weil Nageltermin (auch nötig) und #lepralove-Fussbad.


Lesestoff: Geben Sie zu, Sie hätten bei "Nestle-Boykott" auch eher an Palmöl, Wasser, Kindersklaven oder womit auch immer Aktivisten Salatsossen und Schokolade und Kaffee und was weiss ich verteufeln, gedacht. Tja, ne, es geht um Einkaufspreise in der Hochpreisinsel Schweiz (skurril, dass da zwei Schweizer Unternehmen gegeneinander stehen). Anyway, mir ist das eigentlich wurscht, ich habe halt ein paar Salatsossen und Pizzen für 50% gekauft heute.




Selbstbeweihräucherung: ich habe vielleicht eine Lösung gefunden, wie wir das Problem vom gestrigen Meeting aus dem Weg schaffen, ohne dass wir den Job von jemand anderem machen und ohne dass der andere dabei sein Gesicht verliert. Über das Wording in der Mail mit dem Vorschlag denke ich noch ein bisschen nach, bis mir was anderes als "Schaut mal, ihr Faulsäcke, woanders wird das auch so gehandhabt, die stellen sich auch nicht so an, hier, Template und Anleitung habe ich euch auch organisiert,." einfällt






*nein, nicht Meerwasser-tralalala
** ja, ich weiss, nicht länger als 7 Tage, weil ABHÄNGIGKEIT, aber, meine Lieben, das heisst nicht "Auf gar keinen Fall und höchstens einmal einen Sprühstoss", sondern halt einfach "nicht länger als 7 Tage". Passt ja ganz gut, weil ein Schnupfen auch 7 Tage geht.
*** Ich weiss, es brennt Ihnen schon wieder auf den Nägeln, "NASENDUSCHE!" ins Kommentarfeld zu töckeln, aber ... nein. Tun Sie es nicht. Ich habe das einzweidreimal ausprobiert, es halt höllisch weh getan****, war unendlich widerlich und ich werde das nicht noch einmal machen.
****nein, schreiben Sie mir nicht, dass ich es falsch gemacht habe und richtig angewendet hilft Nasendusche gegen alles, von Schnupfen, festgeklemmtem Popel über Schreibblockade und manchmal sogar Fusspilz

Mittwoch, Februar 21, 2018

Oompaloompa

Der Tag fing heute mit einem spektakulär in die Hose gegangenen Meeting an. Ich dachte eigentlich, das ganze ware eine Art Formsache, weil wir schon vor knapp einem Jahr genau das Thema vorwärts, rückwärts, seitwärts diskutiert hatten und nach einem sehr mühsamen Prozess (in den massgeblichen Dokumenten steht "Das wird von Gruppe A oder B gemacht." Gruppe B sagte: "Also, wir haben unseren Teil von dem Ding abgetrennt, damit must ihr euch gar nicht befassen, der Rest betrifft einzig und allein euren Arbeits-und Erfahrungsbereich, deswegen solltet ihr das machen, wir diskutieren und beraten gern, aber machen müsst ihr es." und Gruppe A sagte: "Hm. Echt? Hm. Bisher haben wir das aber nie gemacht. Hm. Ihr wollt echt nicht? Ok, dann halt." also: das war die Kurzfassung, das zog sich Wochen hin) zu einem Entscheid gekommen waren. Mittlerweile ist leider der Chef der Gruppe A in Rente gegangen und seine Mitarbeiterin, die das hätte ausführen sollen, hat die Gruppe gewechselt. Die Nachfolger wussten auf einmal von nix, wollten "ergebnisoffen" diskutieren und zogen sich auf den Standpunkt "Haben wir noch nie gemacht, uns doch wurscht, wenn das da drin steht, machen wir nicht. Punkt aus." zurück. Das fanden mein Kollege und ich verständlichermassen etwas suboptimal und als unsere Hinweise, wer helfen könnte, mit dem Satz "Ich seh uns da gar nicht als Problemowner" abgebügelt wurden, ging mir die Hutschnur hoch und nun ja, hätte ich also auch mal ein Meeting wegen "Da kommen wir nicht weiter, das ist jetzt Zeitverschwendung" abgebrochen.
Ich bin in mich gegangen und habe natürlich verschiedene Punkte gefunden, die helfen hätten können, das ganze gar nicht erst eskalieren zu lassen, aber tja nun, ich dachte, wir reden hier von einer Formsache. Kriegen wir auch alles wieder hin, was ich aber faszinierend finde: ich habe weniger Probleme damit, den Job von anderen Leuten zu machen, die sich einfach weigern oder lang genug anstellen, einfach damit es gemacht und erledigt ist (und dann ungefähr mein Leben lang auf die anderen wütend zu sein), als damit, dass ich andere Leute gegen ihren Willen dazu bringe, etwas zu machen (was IHR JOB WÄRE!!!), die dann am Ende deswegen auf mich sauer sind.
Zwei Drei VierSachen fallen mir dabei auf:
erstens ziehe ich unglaubliche Befriedigung aus "Dinge erledigen"
zweitens kann man (und tut man das auch) das und mich ganz schön ausnutzen
drittens habe ich eine innerliche Grundwut und finde das gar nicht schlimm
viertens sollte ich weniger emotional an die ganze Sache rangehen.
(Fünftens fand ich meinen Satz "Gemäss Guideline xyz Version 3 seid ihr zumindest Co-Owner des Problems" eigentlich ziemlich cool)


Danach dann Groupmeeting, wo ich mich innerlich freute wie ein Schnitzel (okay, auch äusserlich :-)), als es mal wieder ans Ämtli-Verteilen ging und ich ZUM ALLERERSTEN MAL nicht für einen "soft skill, touchy feely, gschpürschmi-KPI" wie "Engagement", "Change Management", "People", "Diversity", "Inclusion" zuständig bin, sondern vom Leadership-Team als Wunschkandidatin für das Thema "Safety" ausgewählt wurde. Haben sich die ganze Präsentationen mit .gifs von Explosionen und blumige Schilderungen von Hazard-Szenarien und letztendlich das Indien- und das Italienprojekt doch gelohnt. (nix gegen peoplediversityinclusion, alles gut und wichtig, ich mag nur nicht, dass mir als einziger Frau automatisch immer diese Rolle zukommt.)


Zu Mittag habe ich dann (mein loses Mundwerk bringt mich in Teufels Küche) festgestellt, dass ganz schön viele meiner Kollegen Wurzeln im Norden* haben, der Spinat, den es als Gemüsebeilage gab, war nämlich Grünkohl und als ich (immerhin nicht mit vollem Mund) meinte: "Boah, das ist ja ätzend, das schmeckt ja wie gekochtes Gras, nur in struppig", da sah ich mich einer anklagenden Reihe konsternierter Blicke gegenüber. Tja nun.


Abends dann habe ich mein neuestes Colourpop-Paket bei der Post abgeholt und DAS IST SO SCHÖN! Es glitzert, funkelt, schimmert und ich freue mich schon, die neuen Lidschatten, Highlighter, Lipgloss und Lippenstifte einzusetzen. Ich muss schon innerlich schmunzeln, wenn ich an meine ersten Schinkgehversuche (ein knalltürkiser Kajal von Alverde, den ich immer erst im Schulbus aufmalen konnte, weil für meine Mutter der Übergang von "Du bist viel zu jung, um dich so anzumalen" zu "Bist du nicht zu alt, um dich anzumalen?" ziemlich nahtlos war. Wobei das unfair ist, weil heute sagt sie mir das nicht mehr ins Gesicht. Früher gab es ausserdem noch verschiedene andere Spielarten, die alle irgendwie mit "Du bist doch kein billiges Flitscherl, das so die Männer auf sich aufmerksam machen muss" und "Du bist doch intelligent, du brauchst dich nicht aufzutakeln" zu tun hatten und regelmässig in "Wisch dir das aus dem Gesicht, aber zackig!" endeten.) zurückdenke. Ich habe mich jahrelang gar nicht geschminkt, die fiese Aknezeit in der Pubertät nach aussen stoisch, nach innen heulend mit unabgedeckten Pickeln überlebt ("Mal nicht drüber, das machts schlimmer", "Je mehr du versuchts, sie zu verstecken, desto mehr sieht man sie!" --> Nein. Noch besser als die leuchtend roten Krater, die sozusagen ein gelbes Warnlicht oben drauf hatten, kann man sie nicht sichtbar machen), irgendwann dann immerhin Concealer und Wimperntusche und dann sukzessive immer mehr zu nutzen. Ich habe mir das alles wohlkuratiert bei "Der blasse Schimmer" (Highlighter in den Augenwinkel! Contouring! Bronzer! Farbe! hell genuge Foundations!) und Magimania abgeschaut und angelesen und dann halt ausprobiert und geübt und mich getraut. Die grosse Brille hilft da natürlich, weil sie eine grosse Menge Farbe und Glitzer und Bunt einfach schluckt. Mit Lippenstift, v.a. mit rot und dunkel hatte ich lang Mühe (auch rein praktisch, weil ich der König des Verschmierens bis zum Kinn bin), und weil mich anfangs jeder Kommentar (nur von männlichen Kollegen, denen, ganz ehrlich, ein bisschen mehr Augenmerk aufs eigene Aussehen als "Ich habe Hose und Hemd grösstenteils an" auch nicht geschadet hätte, total verunsichert hat, aber mittlerweile stehe ich da drüber und es sagt auch keiner mehr was. Ich arbeite mich gerade an das Augenbrauenthema ran, ansonsten lobe ich mich mal selber, habe ichs schon ziemlich drauf :-).
Es hat übrigens nichts mit "Ich spiegle etwas vor, das ich nicht bin" oder "Ich hübsche mich auf, um Männer anzuziehen" oder "Ich bin unglaublich unsicher und folge einem künstlichen aufoktroyierten Schönheitsideal und lasse mich krass von der Werbung beeinflussen und unterdrücken", ich finde mich damit schöner, ich mache es gern, ich mache es jeden Morgen, es macht mir Freude und daran kann ich beim besten Wissen nichts Schlimmes finden. Wenn andere Leute sich nicht schminken, ist mir das ehrlich gesagt egal, weil: es geht mich nix an. Wenn andere Leute finden, dass ich mich nicht schminken sollte, dann ist mir das nicht so egal, weil: es geht sie nix an (ausser es geht um die Arbeit in der weissen Zone, da verstehe ich das, und da würde ich es auch nicht machen, aber ich arbeite ja in der bunten Zone woanders.)


Einen Text möchte ich Ihnen noch ans Herz legen: Fräulein Read-on schreibt über "Die Suche nach dem Korrektiv" und neben der unglaublich beeindruckenden Geschichte von der Slumklinik geht es eben auch darum, dass Gutes tun wollen halt nicht immer reicht und Macht Kontrolle braucht und Macht auch unabsichtlich ausgeübt werden kann, und dass Reden und Zuhören immer wichtig ist.


So, dann bleibt mir noch die Selbstbeweihräucherung für heute: trotz durch Meetings zerstückeltem Tag noch echt viel weggeschafft. Die Kollegen beim Kaffee zum Lachen gebracht (ich habe  aus Gründen den Oompaloompa-Song gesungen und tja nun. Hauptsach, glacht hamma!). Und ich schaffe es immer noch, mich auszukurieren und lieber hier Romane zu schreiben anstatt mich mit Nasenspray und Ibuprofen auf den Crosstrainer zu schwingen, weil Herzmuskelentzündung? Ich doch nicht.


* Das heisst für mich: nördlich der Donau.

Dienstag, Februar 20, 2018

Hatschi

Die Erkältung läuft diesmal bei mir in Phasen: erst Halsweh und matschiges Gefühl, dann Husten und matschig, dann bombiges Gefühl, dafür den ganzen Kopf voller Rotz, der in Strömen aus meinr Nase läuft. Das ist heute.
Ich habe bis zum Mittagessen zwei Taschentücherpackungen und die Kleenexbox des Kollegen, der in den Ferien ist, verschnäuzt und weiss jetzt, dass Kleenex Büromaterial sind und wo die stehen. Meine Stimme klingt quietschig, niemand erwartet von mir, dass ich mich zu Meetings durch die Kinderfasnacht quetsche und so sitze und schnäuze ich friedlich in meinem Cubicle (oder in der Quiet Booth, da ist auch noch Platz im Abfalleimer), arbeite durch meine 179 ungelesenen Emails, die es in den Ferien nicht auf die Liste „So dringend, dass ich sie trotz Urlaub lesen muss“ geschafft haben, wandere in unser Archiv und hole ein paar Ordner ab, die ich noch vor den Ferien bestellt habe, zu Mittag gibt es den aktuellsten Flurfunk zusammen mit Basler Ziebeli- und Chäswaije, das reicht mir an Fasnachtsprogramm voll und ganz.


Ich versuche immer wieder, die aufgelaufenen Trainings im Schulungsprogramm zu erledigen, aber gerade das „Blablabal IT Security Enduser Awareness etc“-Training stürzt andauernd ab, die Videos laden nicht und irgendwann gebe ich genervt auf, ich habe noch bis Ende April, bis dahin haben sie das hoffentlich gefixt.


Wegen Ferien muss ich schon um fünf zu Hause sein, so haben wir das mit der Nanny vereinbart, also muss ich mir organisieren, dass ich das letzte Meeting des Tages via Mobile beenden kann (Unsere Meetingsoftware wurde umgestellt und statt Webex ist es nun Google Hangout Meet und das muss ich erst auf dem iPhone installieren, aber das funktioniert problemlos, ich muss nur ausschalten, dass sich defaultmässig immer grad Mikro und Videokamera einschalten). Das Meeting ist dann früher zu Ende als geplant wegen irgendwelcher technischer Schwierigkeiten (nicht auf meiner Seite), ich weiss einiges mehr über China Regulatory ("Never say never und was interessiert mich mein Geschwätz von gestern"), über Kindersicherungen von injection vials und konnte immerhin mein Italienupdate loswerden ("You know, there is this German saying? "Die Kuh ist noch nicht vom Eis", but at least she is moving.") und dann eben eher heimgehen.
Daheim übernehme ich die Kinder, die einen tollen Ferientag hatten, und dann steht auch schon der Installateur vor der Tür, der sich in unserem Abstellkammerl anschauen soll, wie wir in das kurze sehr volle Rohrstück noch die Anschlüsse für den Wasserenthärter einbauen können. Der Wasserenthärter-Typ (und der von der anderen Firma, die uns schon eine Offerte geschickt haben) hat nämlich gemeint: "Das ist echt eng, aber eigentlich sollte es gehen, das muss sich ein Profi anschauen". Der Profi hat es sich angeschaut und gesagt: "Das ist echt eng, aber eigentlich sollte es gehen. Aber eng ist es schon. Aber eigentlich sollte es gehen. Eng ist es halt." und noch ein paarmal und irgendwann hat der Hübsche dann gesagt: "Okay, aber im Prinzip geht's, oder? Dann danke und wir warten auf die Offerte" und da war ich sehr froh drum, ich habe nämlich im Lauf des Tages doch gemerkt, dass ich nicht 100% fit bin und da werde ich ja dann ungnädig und sarkastisch und fies und habe zB auch nullkommanull Toleranz, wenn Leute es nicht schaffen, eine Geschichte ansatzweise spannend zu erzählen (schon gar nicht, wenn es in meiner Kaffeepause ist und sämtliche eleganten und weniger eleganten (Klassiker: "Naja, Ende gut, alles gut.") Versuche, die langweilige Story abzukürzen oder wenigstens ansatzweise einen Witz hervorzukitzeln, einfach versanden und du das Gefühl hast, beim Aussaugen des Autos live dabeigewesen zu sein...) oder ich das Gefühl habe, meine Zeit wird verschwendet.


Anyway: wir kriegen jetzt hoffentlich bis Ende der Woche eine Offerte, die wir mit der anderen vergleichen können (und wenn nicht, ist das auch Vergleich genug, wenn schon die Offerte nicht kommt, ist das kein gutes Vorzeichen für die eigentliche Arbeit) und dann wird das auch.


Wegen Erkältung habe ich dann eine wild gemischte Gemüsesuppe ("Ui, ich hab Romanesco und Schwarzwurzeln gekauft! Ui, da sind noch getrocknete Pilze und die Tomateningwersalsa muss auch weg! Kichererbsen! Zitronengras! Limettenblätter!") gekocht und den Kindern die letzten Reste Lasagne "regeneriert".


Als Zenprogramm warten übrigens 14 winzige hellblaue Rocailles darauf, aus dem Stricktuch gepokelt zu werden und bis zu 7 Reihen weiter unten jeweils zwei Maschen weiter rechts wieder eingestrickt zu werden. Ich wundere mich über mich selber, dass ich bei dem Lace-Gefummel nicht nervöses Kribbeln bekomme und das Zeug an die Wand schmeisse, aber es beruhigt mich tatsächlich.


Selbstbeweihräucherung: nicht im Archiv verloren gegangen, alle vor den Ferien versprochenen Termine eingehalten, dem Oberchef auf eine flapsige Mail nicht mit einem Roman geantwortet, sondern (fachlich richtig) ebenso flapsig, und die Suppe wurde auch gut (vielleicht, ich schmeck ja nix, und besser wars, ich habe ja ungefähr 1000L gemacht)

Montag, Februar 19, 2018

Das war das

So, die Ferien sind schon wieder vorbei, zumindest für die Ü13-Fraktion hier im Haus. Die Kinder haben noch den Rest der Woche frei, bis es wieder in die Schule geht.
Ach, es ist doof, ich weiss, aber es macht mir zu schaffen, dass wir dieses Jahr keinen richtigen Sommerurlaub geplant haben, sondern halt Hausumbau stattdesssen. Irgendwie ist das immer ein ganz grosser Motivator für mich, um durchs Jahr zu kommen (ich erinnere mich an die vielen "Webcam Oslo", Webcam "Flam" etc.-Besuche letztes Jahr). Wir haben zwar einige Kurztrips zwischendurch geplant, aber das ist nicht das Gleiche und ich brauche ungefähr eine Woche in fremder Umgebung, um wirklich abzuschalten. Und ja, ich weiss, das ist ganz allein hausgemacht und niemand zwingt mich, mein Arbeitshandy mitzunehmen oder draufzuschauen oder überhaupt nur dranzudenken. Und wer weiss, vielleicht schalte ich beim "Wir richten DREI ZIMMER NEU EIN" genauso ab wie bei einer Fjordsafari.
Anyway: letzter Ferientag heute, weil in Basel ja jetzt erst Fasnacht ist und heute zwischen Morgestraich und Cortege natürlich niemand arbeiten kann. Ich persönlich (und der Hübsche und HALLELUJA; ENDLICH AUCH DIE KINDER!!!) kann mit Fasnacht, Fasching, Karneval nullkommanix anfangen und das ist noch untertrieben. Ich müsste morgen und am Mittwoch jeweils einmal quer durch die Stadt und irgendwie muss ich mir noch was überlegen, wie ich das umgehen kann, weil ich habe keine Zeit für ewig rumstehen, laute, schreckliche Musik zu hören, von begeisterten Fasnachtsjüngern Räppli in mein genervtes Gesicht geschmissen kriegen, und mich dabei noch schlecht fühlen, weil ich einen Schrillionen Jahre alten Brauch, den gefühlt alle ausser mir heute noch begeistert pflegen, ganz grauenvoll finde.

Anyway: heute hatten wir frei und haben die Fasnacht grossräumig umgangen, wir waren nämlich im Dytschen einkaufen. Erstens Lebensmittel, mal wieder im grösseren Hieber, der ein noch umfangreicheres Angebot hat als unser Standardhieber, und so haben wir nun nicht nur wieder 7 kg Pizzamehl, sondern auch limitierte Gummibärchen-Editionen in Form von Drachen, Flamingos, Pinguinen und Feen und endlich mal wieder Wasabinüsse, zweitens Schuhe für L. (das hat der Schuhbeauftragte des Hauses aka der Hübsche übernommen und so  hat L. wieder passende Sneaker und Wanderschuhe. Ausgiebiges Testen hat übrigens ergeben: Trollkids macht super Kinderkleider, Skisachen, Outdoorjacken, Handschuhe, aber Schuhe, sowohl Winterstiefel als auch Wanderschuhe können sie nicht.) und viertens gemäss meines Kanbansystems ein neues Paar Babyfüsse, weil ich getern abend beschlossen habe, dass es in ca 4 Wochen  zumindest hier unten Zeit für barfusslaufen ist und mein letztes Paar verwendet habe (diesmal"support your local dealer" die, die es beim Müller gibt. Im Herbst kann ich Ihnen dann sagen, ob man die auch nehmen kann oder ob es lieber das Original (Affiliatelink) sein sollte).
Ausserdem gibt es dort sehr leckeres, frisch gemachtes Sushi, nicht so grauenvolles von "Deutsche See" oder so, das haben wir uns dann zu Hause gegönnt. Sehr lustig war L., der, ganz der Beautyexperte, mich, als mir wegen des letzten Stückchens California Roll, das bei der Fahrt in den Wasabi gerutscht war, die Tränen in die Augen schossen, besorgt fragte: "Du, Mami, das ganze Rot um die Augen, kommt das vom Wasabi oder gehört das so?" Es gehörte so, ich hatte mir nämlich heute morgen mal wieder Zeit mit der "Urban Decay: Naked Heat"-Palette gegönnt, die ich (wie alle ihre Naked-Vorgänger) sehr mag. Die warmen Rost- und Brauntöne passen super zu meinen grünbraunen Augen, finde ich (und zu Wasabi).
Ferienlook: Klamotten eher gemütlich als zusammenpassend, Haare müssen dringend geschnitten warden. Und nachgefärbt. aber das Makeup sitzt.

Übrigens: was ich heute auch endlich noch ausprobiert habe: die Dropper, die es bei "The Ordinary" (sehr aufschlussreicher Artikel zu der Firma, finde ich. Die Produkte sind günstig, was man an der Formulierung merkt, manche sind natürlich trotzdem gut, besonders für den Preis, andere, wie zB die Foundations einfach eine Katastrophe, der Instagram Account hat Autounfallpotential, seitdem ihn der CEO persönlich übernommen hat) zum Foundationlaunch gab, passen auch auf die "Estee Lauder Double Wear Stay in Place" (NICHT in H1N1, sondern nur 1N1, die mir immer noch einen Hauch zu dunkel ist) und ermöglichen das Dosieren noch besser als die teure Mac-Pumpe, die ich auf meiner ersten hatte, und die leider einen Tacken zu lang ist).

Sonst: Little L hat sich heute nach einer Woche Pause wieder mit seinem besten Freund getroffen und als ich diese Vorfreude ("Mami, noch 1h, 13 Minuten, dann sehen wir uns!") und die beiderseitige Begeisterung füreinander sehe, dann möchte ich den vermeintlich Mobbing verhindern wollenden Pädagogen, die das Konzept  "Beste Freunde" einfach negieren wollen, mal selber Zwangsplaydates mit Leuten, mit denen sie nichts anfangen können, verschreiben.

So, das Finale von "The Fall" ruft. Noch schnell selbstbeweihräuchern: ich bin bereit für morgen, Klamotten und passendes Makeup liegt bereit, und ich habe die Kinder nur viermal gefragt, ob sie alles für die Schule morgen haben ("Boah, Mami! Ferien!"

Sonntag, Februar 18, 2018

Laaaaaangweilig

Die Wäscheberge sind bezwungen (die letzten trockenen Stapel warten auf dem Bett auf Abholung), ausgeschlafen habe ich auch (seit meinem Migränemorgen steigt mein Stresslevel jede Nacht jenseits von Erholung in den oberen mittleren Bereich und das ist natürlich überhaupt nicht gut für mein Gesamtziel: Mittelwert untertags unter 25 oder wenigstens unter 30 oder unter 35, das habe ich in den Ferien bisher einmal geschafft!*), die erste Perlendose ist verstrickt (in 8 Reihen kommt das erste Mal eine von den dunkelblauen dran, ich nehme an, Sie sind zusammen mit mir angemessen aufgeregt.

 Das hier ist übrigens das Strickmuster, wie man leicht erkennt, bin ich da, wo sich die Zacken in die andere Richtung auftrennen.
 Vor lauter Tee gluckert mein Bauch, wir sind bei der zweiten Staffel von "The Fall", die Skisachen sind aufgeräumt und ich habe Hummeln im HIntern. Ein kleiner Pokémon-Spaziergang (und auch jeder Gang die Treppe rauf) zeigt, dass ich alles andere als fit bin, aber der Kopf sieht das nicht so ganz ein.
Als Soulfood gibt es Lasagne mit selber gemachtem Spinat-Baslilkumnudelblättern** (Q. hat mittelgutes Augenmass, er war nämlich der Nudelblattabschneider, aber ihm sei zugute gehalten, dass es ihn jetzt auch erwischt hat und das Nudelnschneiden die letzte Amtshandlung vor "Ich brech mit 38.1°C zusamen, oder warte, kann ich mich auch mit dem Kindle in die Badewanne legen und dabei ein Hustenbonbon lutschen, das würde mir auch helfen?")

Der Ofen hat natürlich auch dafür wieder ein Automatikprogramm und beschwadet wie wild.


Das Ergebnis kann sich aber sehen und schmecken lassen.



Nun ja, morgen darf sich Q. noch im Bett auskurieren, mal sehen, ob L. nachzieht oder bis auf das bisschen Hüsteln gesund bleibt und mich morgen zum Wcheneinkauf begleitet (wäre gut, seine Füsse haben nämlich einen Riesenschub gemacht und ihm passen nur noch seine Sandalen und dafür ist es sogar hier ein bisschen zu kalt.)

Selbstbeweihräucherung: immerhin noch ein bisschen geschont. Und hey: ich kann eine supergute Lasagne!

* Weil Sie das immer wieder fragen: Ich messe das und noch viel mehr mit dem Garmin Vivosmart 3, den ich zu Weihnachten bekommen habe. Mehrwert: naja, ich finde es eine nette Spielerei, immerhin weiss ich jetzt, dass ich so unentspannt bin, wie ich mich fühle und wie ich wirke :-)


** Das hier ist die Nudelmaschine (Affiliatelink, heute ist sie scheints sogar im Angebot und kostet 90 Euro weniger als sonst), mit der ich uneingeschränkt zufrieden bin.

Samstag, Februar 17, 2018

Rekuperieren

Es war schon das Richtige, gestern heimzufahren. Wir haben alle komatös in unseren eigenen Betten geschlafen, wurden dann irgendwann zu/von prasselndem Regen wach, der sich im Lauf des Tages zu Schneeregen wandelte. Das ist schön gemütlicher, das vom Bett oder vom Kaffeetisch mit frischgebackenem Manner-Marmorkuchen aus dem Buch (Affiliatelink) von Zuckerzimtundliebe aus zu beobachten als aus dem Autobahnstau heraus in einen Auto voller verschwitzter Skiklamotten.


Die Erkältung bahnt sich den Weg durch meine Knochen, bisher ist mir heiss, das Atmen tut weh und ich hustle so mit kratzendem Hals vor mich hin, die Beine sind ein bisschen wackelig (könnte natürlich auch mit der "Mehr Kraft als Können und Technik"-Beanspruchung der letzten Woche zu tun haben) und alles in allem war Kranksein auch schon mal schlimmer, weil:
  • Wir haben alle so gemütlich vor uns hingewurschtelt,
  • uns immer mal wieder zum Wäscheaufhängen und -zusammenlegen getroffen (ich finde, es hat etwas unglaublich befriedigendes, einen Raum voller stinkiger, dreckiger Klamottenhaufen in wohlriechende, ordentliche Stapel zu verwandeln),
  •  ich habe drei verschiedene Kleider (in zwei verschiedenen Grössen, ich bestelle imme rnoch 38 oder M mit, auch wenn ich das meist wegen "hängt wie ein Sack" zurückschicken muss, weil es in meinen Kopf noch nicht hineingeht, dass mit der aktuellen Grössenpolitik und Körperform halt 36/S das Maximum ist) in, what else, navy bestellt für die Hochzeit von Freunden im April,
 

  • die Kinder haben Wiedersehen mit den Legowelten, Minecraft und so weiter gefeiert,
  • ich habe obengenannten Kuchen gebacken und wir haben ihn verspeist,
  • der Hübsche und ich haben mit viel Tee unterfüttert "The Fall" auf Netflix geschaut (ich habe mir das schon dreimal für Reisen runtergeladen und dann hatte ich da doch nie Zeit zum Anschauen, was gut ist, weil nach einiger Überzeugungsarbeit hat der Hübsche doch mitgezogen und jetzt sind wir beide angefixt von der düsteren Mordermittlung in Belfast mit Gillian Anderson als unglaublich cooler Ermittlerin und Kalinda Sharma aus "The Good Wife" als Pathologin und überhaupt erfreulich vielen tragenden Frauenrollen. Dass der Mörder (das ist kein Spoiler, das erfährt man grad von Anfang an) nicht nur der schnuckelige Jäger aus "Once upon a time", sondern auch "Christian Grey" aus.... Fifty Shades of ebenso ist, ist ... tja nun, hilft nix, GILLIAN!!!!!!. Ausserdem wird mir bei dem irischien Dialekt immer ganz warm ums Herz und ich denke an meine irischen Kollegen und Kolleginnen und naürlich das Fräulein und den Tierarzt)
  • Zum Abendessen gab es dann das eigentlich für gestern abend eingeplante Käsefondue (und für Little "Ih, geschmolzener Käse" L. Nudelfondue aka Nudeln mit der Funduegabel in Tomatensosse im Schokofonduetöpfchen getunkt") und hey, wir haben noch zwei Tage zum Gesunndwerden.


Selbstbeweihräucherung: Neben "Juhuuu, ich habe meinen Backofen wieder" und "Juhuuu, ich habe mein ganzes Schminkzeug wieder" (und "Juhuuu, ich habe die Waschmaschine wieder") habe ich heute echt Pause gemacht.

Freitag, Februar 16, 2018

Abbrecher

Die Nacht auf heute wr eher so mittel, der Hübsche hat sich nämlich eine richtig fiese Erkältung eingefangen und deshalb eh schon mies geschlafen. Dazu fuhren die ganze Nacht Räumfahreuge und immer wieder donnerte es, als ob die Russen kurz vor Saas-Grund stünden, weil versucht wurde, durch Lawinensprengungen die Skigebiete zu sichern.


Morgens schneite es immer noch und hatte ausserdem im Dorf nahezu hochsommerliche Plusgrade. Little L war warüber sehr happy, endlich konnte er einen Schneemann bauen.


Als wir mit dem kleinen Skizug in Richtung Pisten fuhren, donnerte es immer wieder und der Fahrer meinte, noch ware alles geschlossen, man würde sehen, was an Pisten geöffnet werden könnte.


Zum Skikursbeginn öffnete wenigstens eine der Gondelbahnen, die Kinder verschwanden mit ihren Kursen, eine zweite Bahn öffnete und der Hübsche und ich machten uns auch auf den Weg nach oben. Ich fand es eigentlich ganz angenehm, mal bei nicht soooooo kalten Temperaturen zu fahren, nur der gestern beim Schlitteln geschlagene blaue Fleck am Schienbein störte.
Der Hübsche hingegen war gar nicht gut beieinander und als auch noch die zweite Gondel zugemacht hatte, als wir im Tal angekommen waren (die Kinder erzählten später, die Leute da drin hätten eine Stunde ausharren müssen, weil die Gondeln auf halbem Weg nach oben gestoppt und rückwärts wieder ins Tal gezirkelt wurden), beschlossen wir als erstes, das Skifahren für heute gutsein zu lassen und dann, als wir so durch den Matsch und die braunen Schmelzwasserbäche zu Skidepot platschten, auch heute einfach schon abzureisen. Wir brachten also unsere Skier schon ins Auto (Saas Fee ist autofrei und zwar nicht unenldlich gross, aber mit Skigepäck zwei, dreimal durchs Dorf zum Parkhaus, da kommt man dann auch auf seine 16000 Schritte), räumten in der Ferienwohnung alles, was nicht saubere Autofahrkleidung und Bestandteile eines schnellen Nudelmittagessens war, zusammen und auch ins Auto und waren pünklich zur Siegerehrung der Kinder wieder am Platz.
(L. war einerseits stolz auf seinen 4. Platz, allerdings hatte er mit uerschütterlichem Selbstvertrauen ja eigentlich mit Gold gerechnet, Q. war über seine Goldmedaille hingegen mehr als erfreut), liefen durch den Matsch zurück, assen unsere letzten Vorräte, sagten die Essensreservierung für heute abend ab und machten uns durch Nebel und Matsch auf den Heimweg. Ich spüre bei mir die Erkältung auch schon in den Knochen, da ist es mir lieber, wir sind heute abend bei uns daheim und schlafen in unseren Betten auf der gewohnten Höhe gut und morgen aus, anstatt nochmal früh aufzustehen und dann trotzdem mit allen Holländern im Stau zu stehen.


Die Fahrt ging recht gut, es ist übrigens soweit: ich fühle mich ein bisschen wackelig, wenn der Autopilot nicht an ist :-), die Machtübernahme der Maschinen hat begonnen, ungeachtet der Tatsache, dass das moralische Dilemma, was das Auto tun soll, wenn von rechts zwei Nonnen und von links 17 Kindergartenkinder auf die Autobahn torkeln und direkt vor einem eine Rettungshelikopter landet, noch nicht in allen Einzelheiten durchdiskutiert und für alle Weltreligionen und politischen Gesinnungen zufriedenstellend gelöst wurde. Vor ein paar Wochen ist übrigens ganz nah bei uns daheim tatsächlich eine Frau auf die Autobahn gelaufen und von mehrern Autos ganz konventionell überfahren worden, ohne Auftritt von Nonnen und Kindergartenkindern, jedoch durchaus eines Helikopters, zu spät für sie allerdings, Ich schweife ab, lassen Sie mich zu einem die letzten Tage sträflich vernachlässigten Punkt kommen:


Selbstbeweihräucherung: alle sind heil wieder da, der Hübsche und ich sind ein klasse Team, mit niemand anderem könnte ich in einer halben Stunde  eine Ferienwohnung räumen und daheim dann binnen einer knappen Stunde ale Koffer ausräumen, ohne grosse Worte geschweige den Streit.

Donnerstag, Februar 15, 2018

Let it snow!

Über Nacht hatte es ca einen halben Meter geschneit und es ging den ganzen Tag so weiter. Immerhin hatte das dazu nur noch -5 (unten) bis -12 (oben) Grad, also praktisch T-Shirt-Wetter :-).

Allein während der Viertelstunde Warten, bis der Skikurs fertig fürs Rennen versammelt war, schneite L. so ein
Vor dem Rennen spurte übrigens die Skilehrerin die Strecke, damit die Kids überhaupt wussten, wie rum um welches Tor. Little L. ist mit dem Selbstvertrauen eines Achtjährigen übrigens der Meinung, dass er mindestens Gold gewonnen hat, weil die anderen alle nicht wirklich Schuss gefahren sind.

Oben: Schnee

Viel Schnee

Pulverschnee bis zum Knie. Mindestens



Sicht: eher mittel.


Zum Ende der Skikurs um eins wurden alle Pisten geschlossen wegen Lawinengefahr und ich muss sagen, die 25 Minuten, die wir auf Q.s Skikurs warten mussten wurden sehr lang, als sich der Abholplatz leerte, die Pisten nahezu gespenstisch leer wurden, die Lifte stehen blieben und L.s Skilehrerin uns von dem Schneerutsch erzählte, der den Schlepper am Anfängerhügel lahmgelegt hatte. Sie kamen dann aber doch noch, fix und fertig und verschwitzt, weil ein Kind die Abkürzung über eine gelbe (unpräparierte und geschlossene) Piste nehmen wollte und vom Skilehrer ausgegraben und auf die eigentliche Piste zurückbugsiert werden musste.

Nach Aufwärmen bei Kaffee und Kuchen gab es also ein Alternativprogramm: Schlittenfahren! (Bis die Bahn dann wegen Wind den Betrieb einstellte)







Mittwoch, Februar 14, 2018

#gehtgradso

Man gewöhnt sich ja sehr schnell an alles und so kamen uns die Minus 17 Grad mit Sonne im Dorf und die minus 22Grad ohne Wind auf der Bergstation schon nahezu frühlingshaft vor.

Der Tag begann sportlich, zumindestens* für Q., der heute schon sein Skirennen hatte:


Ein Hoch auf den Skilehrer (btw der Sohn oder nahe Verwandte eines Kollegen vom Hübschen, wie sich bei "Wie spricht man DEN Namen denn aus?" beim abendlichen Übertragen von Skischülernamen in Listen rausstellte) von Q., der den Treffpunkt heute einfach mal 15 Minuten vorverlegte und so seine Mannschaft als erste an den Start der Rennstrecke brachte und Eltern und Kinder zu normaler Zeit in den Skitag aufbrechen liess.

In Reminszenz an letztes Jahr haben wir uns dann im Drehrestaurant ganz oben erstmal einen Kaffi Baileys gegönnt, was immer sehr fein ist. 3500m UND Drehrestaurant dazu machen dann doch ein wenig drümmlig (überhaupt: die Höhenluft raubt einem schon tatsächlich den Atem bzw lässt einen ganz schön schnaufen!)

Dann: Skifahren, Kinder auf der Piste treffen (die beste Investition waren die neonorangen Flauschohren für L,s Helm, den sieht man von überall. Sehr irritierend, dass Q. aktuell in anthrazit/schwarz unterwegs ist, gar nicht so leicht zu entdecken. Nächstes Jahr passt dann aber die leuchteblaue Hose zur grauen Jacke.

Nach dem Skikurs haben wir uns heute die "Gletschergrotte" zum Mittagessen ausgeguckt, eine kleine Hütte direkt oberhalb der Piste. Die Idee hatten noch viele andere, so dass wir erst anstehen mussten, um einen Platz zu bekommen, dann recht lang, aber eben in der Sonne, eingewickelt in Decken mit Traumaussicht, also gar nicht schlimm, auf das sehr leckere Essen warten mussten, und dann war es schon nach drei und der Suure Moscht war dann doch der mit Alkohol gewesen, also beschlossen wir kurzerhand, dass wir uns nach der Talabfahrt auf den Heimweg machen würden.
Q kennt sich jetzt ja mit Kantonen aus und deshalb mussten wir fragen, warum da zwei halbe Wappen drauf sind. Auflösung: "Die Sterne sind das halbe Walliser Wappen (13 Sterne weil 13 Bezirke), der halbe Stier steht für den Wirt, der aus Uri kommt"

Q. und Chäs-Schnitten (immer: "Gehts auch ohne Schinken?"): Es ist Liebe.





Ich habe im Dorf noch Käse (Raclette mit Alpenheu und Knoblauch), Knoblauchwurst und, auch das brauchts, Klopapier und Salat eingekauft, ausserdem im lokalen Fotogeschäft Q.s Rennbild erstanden, daheim ging es für alle unter die heisse Dusche und wir lassen den Tag gemütlich ausklingen.

* ich weiss, dass es "zumindest" heisst, aber ich mag "zumindestens" und nutze es bewusst, das müssen Sie mir nicht erklären :-)

Dienstag, Februar 13, 2018

Monothematisch: es ist kalt und das ist gut so

Bissl monothematisch hier, aber was will man machen: die perfekten Skiferien heissen halt bei uns unendlich viel Schnee (also: wir haben nach letzten Jahr, wo ab Mittelstation alles sulzig war und es auch ganz oben 10 Grad plus hatte, strategisch nach dem Reka-Ferienangebot am weitesten oben gesucht und sind in Saas Fee gelandet. Dass es hier sogar unten im Ort nun ca 2m Schnee hat und auf bei strahlendem Sonnenschein auf der Mittelstation unter minus 20 Grad, damit konnte ja nun niemand rechnen. Ich habe seit Jahren beim Skifahren geschwitzt, nie gefroren, die Handwärmer sind immer unbenutzt und nur ein bisschen bröseliger aussen wieder in den Schrank gewandert, die warme wollige Skiunterwäsche hat man nie gern getragen und die Sturmhauben eh nicht. Heute: Sturmhaube, WindundWettercreme, Helm, und mir ist beim Atmen die Zungenspitze steif gefroren. Aber es war grossartig!), viel Skifahren (heute wurde L. wegen.... sagen wir mal zu einem guten Teil Düpflischisserei der Skischule, weil der letzte Kurs, den er gemacht hat, in Österreich war, nicht in der Schweiz zertifiziert, einen Kurs zurückgestuft und das hat ihm unendlich gestunken, auch wegen des Erkennungszeichens "Nici-Schaf an der Jacke"; das er wieder abgeben musste, und unter anderem deshalb waren wir bis "Letzte Pistenkontrolle" von ganz oben auf dem Gletscher ins Dorf zurück unterwegs, bis allen die Oberschenkel zitterten und sich das Heimlaufen in Winterstiefeln wie auf Socken anfühlte), gemütliches Abhängen, und tatsächlich erstaunlich wenig Zeit für Internet und alles drumrum.
Dafür gibt es aber ein paar viele Bilder:


"Schaut mal alle, da unten , ein Esel!!!" oder so

abendliche Üdüllü

L.s Eislager

drei Schritte vor Q. ist der unserer Wohnung am nächsten gelegene Pokestop

es hat Schnee.

noch mehr Üdüllü












Montag, Februar 12, 2018

12 von 12

Es ist der 12. des Monats und deshalb sammelt Caro von "Draussen nur Kännchen" 12 Bilder vom Tag von allen, die mitmachen wollen.

Hier heute in der TK-Edition:

Heute ist Montag, d.h. der Alltag aka Skikurs beginnt. Zuallererst brauchen wir aber Frühstück, mittlerweile haben wir die Bäckerei auch gefunden und heute unsere Bestellung für den Rest der Woche platziert.


Wertvolle Fracht: Die Gipfeli-Tüte

Energiereserven füllen mit Kaffee und warmer Schoggi und die warme Skiunterwäsche an, heute wurd es kalt

Warten auf den Skibus: L. hat ein Tunnelsystem gegraben

Typischer Montag in der Skischule: Kurseinteilung. Erster Task: in einer Reihe aufstellen. Die Kinder, die du keinem Skilehrer wünschst, erkennst du in den ersten 5 Minuten.

Es sieht gar nicht so aus, aber es ist verdammt kalt.


Geht so!


Es ist so kalt, dass ich mir erstens das Gesicht mit Windundwettercreme einschmiere (ich hasse schmierige Fettcerme im Gesicht), zweitens das Bufftuch vors Gesicht ziehe, das binnen Sekunden steif gefroren ist, und drittens nicht sicher bin, ob die Nase dran bleibt

Windgeschützte Stelle an der Mittelstation: minus 20 Grad. Man sieht es dem Hübschen am Bart an.
Die Kinder sind nach dem Skikurs auch müde (es hatte in der Nacht ordentlich geschneit und das Fahren war mit dem vielen Schnee echt anstrengend), wir lassen es also am frühen Nachmittag gut sein, kaufen noch Walliser Roggen-Nussbrot auf dem Heimweg und wärmen uns bei einem Filmnachmittag wieder auf ("Civil War", was fürs Herz). Der Hübsche (mein Held!) geht bei den Vermietern vorbei und klärt, dass wir die Wohnung schon auch wegen dem angekündigten W-LAN (und der Spülmaschine) ausgewählt haben, und dass das nicht sein kann, dass sie das nur dann anmachen, wenn sie es grad selber brauchen. zack: wieder an.


Für den Abend habe ich in einem der bei Tripadvisor hochgelobten Resturants im Ort reserviert. In einer umgebauten Scheune verbringen wir einen wunderbaren Abend bei Fondue Chinoise und anderen Köstlichkeiten  Das war richtig, richtig toll!


Was sonst so heute in Bloggistan passiert ist, sehen Sie hier.