Donnerstag, März 23, 2017

Donnerstag

Nach dem Obermittwoch folgte heute eine Art Überdonnerstag :-), sozusagen das krasse Gegenteil.
Nachdem sich der Tag gestern nach Waten in Honig anfühlte, war es heute eher Ditschen über eine Wasseroberfläche.
Ich sass den ganzen Tag konzentriert an zwei Dingen (es gibt weniger, was ich weniger gern mache als die Ziele für das neue Jahr in das Bewertungstool einzutragen. Und zwar nicht, weil ich keine Ziele habe oder nicht weiss, was ich im nächsten Jahr tun soll, es ist nur jedes Jahr ein unendlicher Krampf, in welchem Format und wie man das Ganze auf die übergeordneten Ziele beziehen soll oder nach Produkten sortieren oder die Key Accountabilities sollen mit rein, aber auf keinen Fall die Job Description kopieren, naja. So halt.) und obwohl den ganzen Tag von den verschiedensten Seiten dringende Zwischenfragen, Bonusaufgaben, Zusatzinfos auf mich einprasselten, hatte ich nicht das Gefühl, abzusaufen, sondern es war wie früher, wenn man in einem Jump'n'Run-Spiel in einer Art Flow runterfallenden Baumstämmen ausweicht, über Abgründe springt, mit einer Drehung noch einen Stern einsammelt (halt das, was ich bei SuperMario überhaupt nicht kann):


"Tipptipptipp, Wo finde ich Korrosionsdaten zu dem letzten Produkt, das Du in Deinem alten Job betreut hast? Suchsuchweiterleit, tipptipptipp Wo sind die Sicherheitsrisikoanalyse von einem anderen Produkt, das im Nachbarbetrieb produziert wurde? Linkweiterleit tipptipptipp SchluckKaffee, Fehler entdeckt, gemeldet, Rückfrage bekommen, beantwortet, tipptipptipp, Hast Du die Liste für Deine andere Produkte auch überprüft? Ja, alles super. ADE auch, oder nur MDD? ADE ist für unsere Zwecke irrelevant. Ah, sicher? Ja, Ok, danke. Tipptipptipp, Für was brauchen wir den den ADE-Wert¨üerhaupt? Erklärerklär, tipptipptipp, Wir haben die Ordner gefunden, nach denen Du gefragt hast, willst Du den Inhalt haben? Ja, bitte. unsicher, ob jetzt zwei Kisten mit staubigem Archivmaterial oder viele Dateien bei mir ankommen, fast ein wenig enttäuscht, dass es die Dateien sind, lesleslesles, das Gesuchte finden, Ansprechsperson ausfindig machen, nachfragen, tipptipptipp Sind die Dokumentenversionen im Data Room für Produkt A aktuell? überprüfen, nein, sind sie nicht, neue Version hochladen, Änderungen markeiren, tipptipptipp, Bist Du Dir sicher, dass wir den ADE-Wert nicht brauchen? Ja, immer noch. Und auch, dass die MDD-Werte falsch sind? Ja. Wo steht das? Hier, schau, das sind maximal 20 Tabletten am Tag. Hm. ok. Tipptipptipp, Brauchen wir nach dem Upgrade eine neue Materialnummer für das Produkt B? Nein, weil ..., tipptipptipp, tipptipp, Seid ihr Euch wirklich sicher, dass Ihr dieses Jahr kein neues Produkt C braucht? Ja, weil ... Und dass die Vorlaufzeit reicht? Ja, weil .... tipptipptipp"


So unrecht hat meine Mutter nicht, wenn sie meinen Job mit "Also eigentlich tippst Du den ganzen Tag nur am Computer rum, oder?" umreisst.


Und so ging das den ganzen Tag und ich bin total guter Dinge nach Hause gegangen.
Geht doch :-)

Mittwoch, März 22, 2017

Mittwoch

Ich mag Mittwoche nicht. Das hat nichts mit dem Tag an sich zu tun, auch nicht mit der Mitte der Woche, es ist einfach immer ein mühsamer Tag, weil Little Q. am Abend Unihockeytraining hat und deshalb erst um ca 20:30 nach Hause kommt. L. und ich essen immer schon früher zu Abend, weil HUNGER! Kaum ist L. also im Bett, kommt Q. nach Hause, es wird nochmal aufgetischt und kaum ist Q. dann nach Essen, Auspacken, Duschen, Packen für den nächsten Tag im Bett, kommt dann irgendwann der Hübsche vom Sport nach Hause und es wird wieder aufgetischt, gegessen, geräumt, trallala und bis ich den Verpflegungs- und Räumteil des Abends in meinem Kopf endgültig abschliessen kann, ist es irgendwie nach 23Uhr. (jajaja, jeder räumt sein Zeug allein weg, ich koche auch nicht dreimal, meist gibt es Flammkuchen in verschiedenen Frischegraden, aber es ist halt nicht wie sonst jeden Abend um 19:30h alles hakendranfertig.


Das sind also normale Mittwoche. Heute war ein Obermittwoch, erstens war der Tag bei der Arbeit schon unglaublich anstrengend. Nicht wegen irgendwas speziellem, an einem anderen Tag wäre ich mit Rückenwind über die politischen Wellen hinweggesurft, anstatt wie heute mühsam zu versuchen, den Boden nicht unter den Füssen zu verlieren. An einem anderen Tag hätte ich mich über eine skurrile Feuerwehraktion, die superdringend Recherche in Archiven und Erinnerungen erforderte, als Abwechslung zu Routineaufgabe gefreut, anstatt mich darüber zu ärgern, dass diese Aktion überhaupt nicht nötig ware, wenn vor 20 Jahre die Dinge richtig dokumentiert worden wären. Aber heute war ja ein Obermittwoch.


Ich dachte ja, dass meine Laune spätestens beim Heimkommen klettern würde, weil ich da mein sehnlich erwartetes Colourpop-Paket von der Post abholen würde, aber .... leider waren von 10 Lidschatten 6 total zerkrümelt und zerbrochen. (BTW: ich habe binnen einer Stunde eine dicke Entschuldigung und die Ankündigung einer Ersatzlieferung bekommen, also: alles super).


Obermittwoch heist ausserdem, dass der Freundesvater, der normalerweise die Kinder am Mittwoch vom Unihockey abholt, krank ist und dementsprechend kam zusätzlich zum allmittwöchlichen ewigen Abfüttern noch ein Abholweg hin und zurück dazu. Immerhin liess sich der gut mit dem um 19:00h stattfindenden Elternrathock des Pfadiabteilung verbinden, für den ich L. und mich eh extraschnell abfüttern musste. Immerhin fand L., dass er mit Telefon und Netflix supergut anderthalb Stunden allein daheim bleiben könnte.


In meine Obermittwochslaune hinein überreichte mir der Hübsche dann mit ganz bleichem Gesicht die Post und meinte nur: "Dein Brief ist da." Es handelte sich um den Befund der Muttermalschnippelei und ich muss gestehen, ich hatte das schon vollkommen verdrängt (also nicht die Schnippelei, man sieht die Stellen ja noch sehr deutlich, auch wenn ich nicht mehr umkippe, aber eben dass das noch nicht erledigt war.). Der Hübsche allerdings nicht und er hatte sich wirklich Sorgen gemacht, ob da nicht eine Hiobsbotschaft auf uns warten würde. Tat es aber nicht, ich habe noch kurz "Melanozytäre Compund-Naevi" gegoogelt und mache jetzt wirklich einen Haken dran. Und als ich dann sah, wie erleichtert der Hübsche war und wie sehr ihn das belastet hatte, kam ich mir schon total doof vor wegen meiner Obermittwochsstimmung.


Und lustigerweise hat mich dann die Sitzung des Pfadielternrats, auf die ich ehrlich gesagt (MITTWOCH!!!) überhaupt keine Lust gehabt hatte, von meiner Laune kuriert. Es war so eine Freude, mit den Leitern zu planen und vorauszudenken und zu sehen, wie sie sich reinhängen, um ein richtig grossartiges Projekt (dazu beizeiten mehr!) auf die Beine zu stellen. Und das an einem Mittwoch.

Dienstag, März 21, 2017

Geerdet

Nach einem langen, langen tag ist mein kopf leer bzw übervoll. Auf dem weg zum bahnhof überlege ich, ob es wirklich erst heute morgen war, dass ich einen echten frachtbrief für das superburschi-willkommenspaket ausgefüllt habe, bin froh, dass ich morgens wenigstens ein paar der dinge auf der to-do-liste erledigen konnte, während im hintergrund die anforderungsliste des internen audits, das zur zeit läuft, durchtickerte.
Ich beschliesse, in zukunft den spritzen, die medikamenten für kinder, die als saft verabreicht werden, öfter beiliegen, viel mehr aufmerksamkeit zu schenken und schmunzle innerlich darüber, dass letztens jemand in meiner elterntimeline vermutete, ein hersteller hätte die spritze gewechselt, um geld zu sparen. Solche wechsel macht niemand freiwillig und sie sparen nie, nie, nie geld. Heute hat das eine produktteam über eine stunde über solche spritzen diskutiert.
Danach eine stunde lang REACH und ICHQ3D, danach 2 stunden das nächste produkt, das neben allen technischen problemen auch noch politisch hoch aufgeladen ist.

Ich bin froh, dass ich den tag überstanden habe, bin milde genervt davon, dass der bleistiftrock zwar super gut passt, aber erstens sehr dreckanfällig ist und zweitens nicht zum gehen, geschweige denn zum laufen gemacht ist und immer weiter nach oben rutscht.

Meine füsse tun weh, ich habe zwar an die kaltmamsell gedacht und stiefeletten zum heimgehen eingepackt, aber es ging alles so lang, dass ich nicht mehr zum wechseln kam und jetzt auf den 8cm stilettos heimlaufe.

Egal, es war trotzdem ein guter tag. Ich freue mich auf die jungs, überlege, ob wir noch brot fürs abendessen daheim haben, wahrscheinlich nicht, Bäcker geht sich nicht mehr aus, aber ich glaube, wir haben noch Pitabrot zu Hause, das mögen gefüllt mit Gedöns alle.
Vor mir läuft eine frau, die ihre flauschigen weissen haare mit einee glitzrigen spange zusammengefasst hat. Mittendrin kringelt sich eine rosa strähne. Ich denke an daily pia und ihren hidden rainbow und überlege, ob loreal mit den colorista-haarfarben einen genialen coup gelandet hat, oder ob faschingsspray in rosa und blautönen und ein drogerieabklatsch der directions-tönungen doch keine goldgrube sind. Ich bemerke, dass die frau eine zur haarsträhne passende jacke mit flauschkragen trägt und bin gespannt, ob das makeup auch dazu passt, ich mag das ja sehr, wenn man sieht, dass ein outfit durchdacht ist.
Ich überhole also, und wende meinen blick im vorbeigehen zur seite und während ich noch die abstimmung von blush, lidschatten und lippenstift bewundere, da zieht die frau geräuschvoll einen lungaharing nach oben und spuckt mit schmackes auf den boden der bahnhofshalle. Immerhin auf die mir abgewandte seite, farblich aber gar nicht passend, das muss ich leider in der b-note abziehen.




Montag, März 20, 2017

Er ist da!

So, der kleine Superburschi hat also nur gewartet, bis der Deckenthriller aufgelöst war!
Gestern abend kurz vor Schlafengehen kam die Nachricht, auf die wir alle gewartet hatten: die Familie hat ein neues Mitglied! (Und, hallelujah, ich bin so froh, dass es damals (TM) noch kein WhatsApp oder sonstige Messenger-Dienste gab. Ich weiss noch, wie gestresst ich war, als alle Naselang jemand wissen wollte, ob das Kind schon da ist, aber Familienchatgruppen geben dem Ganzen dann noch eine ganz neue Dimension :-)).


Und gestern abend gab es dann neben der Tatsache "Alles super, und ganz toll, dass es jetzt rum ist" erst mal noch nix weiteres, und so rechnete ich bei der WA-Nachricht des Hübschen mit dem Text: "Er ist schon nicht klein" ehrlich gesagt mit einem Bild vom Superburschi und technischen Daten und nicht damit:



(das Auto auf dem Firmenparkplatz des Hübsche aus dem Bürofenster fotografiert)
Aber weil der Superburschi ja nicht unser Burschi ist, ist das leider alles an Bildmaterial, was es dazu an dieser Stelle geben wird. Sorry.

Sonntag, März 19, 2017

Sonntag

Wir warten immer noch.
Neben den üblichen Wochenendaktivitäten wie gemütlich frühstücken






aufräumen, Saugroboter durchs Haus schicken, Sendung mit der Maus schauen










Kind zum vorletzten Unihockey-Meisterschaftsspieltag begleiten







mit dem anderen Kind Kuchen backen und essen










habe ich die Zeit genutzt, um das Willkommenspaket für den Superburschi zu packen.


Neben dem klassischen Baby-Anzug und diesen beiden Büchern (Affiliate-Link) für die Eltern, einem Matchsack für Zeug, kommen noch von Q. und L. ausgesuchte Rassel bzw. ein Schnuffeltuch (Affiliatelink)(oder "Nuschi", wie der Schweizer sagt) dazu, genau den Hasen, den Little L. seit dem Tag seiner Geburt liebt. Also: in neu, nicht den vom Laster überfahrenen und mehrfach geflickten und fast kaputtgeliebten eigenen, dazu.




Ausserdem eine gestrickte Babydecke, die eine etwas skurrile Geschichte hat:
Ich habe vor einiger Zeit von meiner  kleinen Schwester grosse Wollmengen geschenkt bekommen, unter anderem eine wunderbare Merino-Baumwoll-Mischung in wollweiss. Und als im Januar mal wieder durch dieses Lace-Buch (Affiliatelink) blätterte, fiel mir das Muster für eine Babydecke mit eingestrickten Blumen und Schmetterlingen auf. Ich zählte schnell die wollweissen Knäuel und legte los. Das Garn ist viel dicker als normales Lacegarn, das Muster, obwohl es vielleicht kompliziert aussieht, echt einfach und so ging das gut voran.






Ich habe wie immer jeden Abend beim Seriengucken dran gestrickt und die angefangene Decke dann auch für die Autofahrt zum Skifahren mitgenommen. Und als ich sie auf der Autobahn durch Tirol aus dem Stoffsack zog, dachte ich, mich trifft der Schlag: die Decke war gar nicht einfarbig wollweiss, wie ich dachte, sondern wollweiss-reinweiss gestreift. Im Kunstlicht. und nur da hatte ich sie bisher gesehen, fällt der Farbunterschied überhaupt nicht auf, aber im Tageslicht .... uaaaaah! (Jajaja, ich Weiss, man passt auf, dass die Farbnummern und am besten auch die Chargennummern übereinstimmen, aber das war ein Geschenk und ich hätte nicht gedacht, dass ich türkis, hellgelb, lila und halt zwei verschiedene Weisstöne in dem Geschenk hätte). Ich war echt kurz verzweifelt, weil ich hatte schon ca 50cm gestrickt und das wieder zurück bis auf 10 cm, wo der erste Farbwechsel kam... nooooooo! Der Hübsche hatte dann den wunderbar pragmatischen Vorschlag: "Färb das doch ein!" Gesagt, getan, ich hab weiter munter die Farbnummern ignoriert (im Nachhinein: super Sache, ich hätte von keener Einzelfarbe genug gehabt)), Farbe gekauft (Extra eine, wo "auch für Wolle und Seide" draufsteht), Farbfixierer gekauft, dann noch eine dunkle Farbe gekauft, für den Fall, dass man die gelblichen Streifen auch nach dem Färben mit "Azurblau" noch sehen würde, noch einen zweiten Farbfixierer gekauft, und irgendwann dann war die Decke fertig.


Und dann gab es ein Lehrstück in Sachen Internetkommunikation und dem, was mich daran nervt. Ich habe in ungefähr 3 Minuten Abstand Bilder von dem ungefärbten Stück



und dann dem vor sich hin ziehenden Färbegut gepostet.






Was ich nicht gepostet habe, war eine Frage, was ich denn tun solle, oder ob jemand einen Tipp hätte oder wie ich den Wolle jetzt färben könne oder was.
Neben mitfühlenden und sehr lustigen Kommentaren ("dreckige Hände beim Stricken" oder "In der verrauchten Beiz gestrickt?") kamen unzähligen Kommentare mit Tipps zum Färben, auch wenn die schon viel zu spat waren, weil das Zeug ja schon in der Suppe schwamm, Unkenrufe, dass man das bestimmt nachher noch sehen würde, "Bleiche"-Rufe.... und ja, jeder einzelne war bestimmt total net gemeint. In der Summe war ich aber echt unglaublich genervt, weil ich mir das erstens alles ziemlich gut überlegt hatte und zweitens in keiner Silbe um Rat gefragt hatte.

Nun ja. Gestern abend habe ich die feuchte Decke dann noch gespannt und war sehr, sehr nervös, wie das wohl aussehen würde (es gab ja nur noch Kunstlicht und da sah ja immer alles super aus), so dass der Hübsche mit einem Tageslichtblitz noch ein Foto machte und es sah alles ganz vielversprechend aus. Heute morgen dann schlich ich früh auf den Speicher und war sehr glücklich, dieses Bild posten zu können.

Und wie im dem ganzen die Krone aufzusetzen, kam dann doch tatsächlich NOCH ein Kommentar, dass das ja aber auch hätte schief gehen können, und man die Streifen schon noch hätte durchsehen können. Und ja, da wundere ich mich dann schon sehr. Und antworte nicht besonders erwachsen.
Aber egal, die Decke ist super geworden, ich hätte jetzt noch "Navy blue", um irgendwas einzufärben.....

Und jetzt, lieber Superburschi, es ist echt alles fertig, mach mal hinne und komm raus!
 







 





Samstag, März 18, 2017

Warten

Heute (vielleicht, oder morgen spätestens) kommt in Berlin der kleine Cousin von Q. und L. auf die Welt, auf den hier alle schon sehnsüchtig warten. Seit Tagen heist es hier ab dem Aufwachen "Gibt's was Neues vom Superburschi?"
Ich musste sehr an die beiden Male denken, die wir das erleben durften (und bin sehr froh, dass ich diesmal einen sehr, sehr passive Part einnehme :-))

Ansonsten waren wir das erste Mal mit dem neuen Auto soweit hinter der deutschen Grenze, dass wir endlich mal probieren konnten, ob das Datenroaming mti der Swisscom SIM-Karte im Auto funktioniert. Tut es. phew. Ich frage mich ja immer, ob ich ein bisschen hysterisch bin mit meinem "Oh Gott, das Auto ist so breit, da komme ich nie durch!", aber der Hübsche hat auch ordentlich geschwitzt beim Reinzirkeln in den Elektrolade-Parkplatz im Parkhaus und das Auto selber fand die Ausfahrt dann so eng, dass es es kurz vor der Schranke sagte "STOP", weil an allen Seiten weniger als 30cm Platz war.
Gute Nachricht dafür: es gab über Nacht ein Softwareupgrade und der Autopilot geht jetzt bis 90km/h und das reicht für Stadtautobahnverkehr in Basel und so bin ich heute vom Autobahnzoll bis zum Schweizerhalletunnel mit ganz ohne Lenken gefahren. Hui.
Ach, noch was: ich bin so eingeschweizert und so begeistert von dem adaptiven Tempomat, dass ich auf der A5 vor Freiburg heute auf einmal dachte, das Auto ware kaputt, weil der Tempomat keine Maximalgeschwindigkeit angab. Und ganz kurz wusste ich nicht, was tun :-).


(Jajaja, autolastig im Moment, ist halt so)

Freitag, März 17, 2017

Bombenidee

Heute war ich mittags mit den Jungs beim Ikea (ich taste mich an alle Tiefgaragen und Parkhäuser der Umgebung ran, es klappt alles superst und ich muss das T-Shirt nach dem Parken gar nicht mehr wechseln), wir haben Mittag gegessen, Deko für die Geburtstagsfeier (es gibt knallrote Badteppiche, die aneinandergelegt einen sehr flauschigen roten Teppich ergeben, ausserdem viele Solar-Lampions für eben die Party und den ganzen Sommer) gekauft und das Autoladen in der Tiefgarage dort getestet. Das ist schon ziemlich toll, es gibt da 8 Ladestationen, wo man mit bis zu 32A laden kann, man könnte sogar ein Ladekabel ausleihen. Wir haben natürlich eins :-).
Was ich aber zB nicht verstehe, ist, warum sich Leute, gerade wenn das Parkhaus halb leer ist, zu zweit mit zwei kleinen Verbrennungsautos auf einen Elektroladeparkplatz quetschen. Erstens: das ist nicht eurer und es ist angeschrieben, zweitens: warum? es gäbe so viele freie, besser gelegene, grössere als einen halben Parkplatz am hintersten Ende. Wir haben die beiden Falschparker mal ausrufen lassen (ich werde eine neue Fotorubrik auf den Handy einrichten: Nummernschilder von Falschparkern), weggefahren sind sie nicht. Auf Abschleppen lassen habe ich mal verzichtet, weil ja alle anderen E-Parkplätze frei waren, aber für die Zukunft ist das sicher eine Option. So haben wir beiden einen bösen Zettel unter den Scheibenwischer geklemmt.
Bei allem Echauffieren ist mir schon klar, dass das Luxusproblemchen sind, weil der nächste Supercharger nur 3 Minuten weit weg ist, weil wir ja auf den Parkplatz nicht angewiesen sind, ganz anders, als wenn es jetzt ein zugeparkter Behindertenplarkplatz oder eine Feuerwehrzufahrt oder eine versperrte Rettungsgasse oder so wäre.


Aber eigentlich wollte ich gar nicht so viel übers Auto schreiben, das sollte nur als Einleitung für die Schilderung einer pädagogische Meisterleistung dienen. Also. Ich war beim Fahren also noch nervös (rein, raus, Unterführung, eng, Kurve, Randstein, Zeug.) Und ja,  ich gebe es zu, ich brauche dann Ruhe im Auto. Ich bin auch ein "Machs Radio aus, sonst kann ich nicht rückwärtsfahren"-Einparker. Ich hatte natürlich beide Jungs im Auto, die eh schon nie still sind, und dann hatten sie auch noch mein Handy zum pokemönern und kommentierten jedes Vieh in jeder sichtbaren Arena und jedes T-Shirt, Brille, Socken von jedem Trainer und ich bin dann dezent ausgeflippt: "Jetzt ist aber mal fertig, was ist den so schwer zu verstehen and "mucksmäuschenstill", jetzt kommt das Handy weg, wenn das nicht geht, ich les euch doch auch nicht jedes Strassenschild laut vor, das ich sehe: "Oh, Basel nach links, Zürich nach rechts, geil, Autobahnauffahrt, Achtung, Stoppschild, Vorfahrt, Achtung, Wasserschutzgebiet, krass, nur 80 hier, cool, nur noch 4km bis Pratteln, super, wir haben Vorfahrt!"; das würde euch doch auch tierisch auf den Sack gehen, oder?"

Ich nehme an, Sie können sich lebhaft ausmalen, was die Geräuschkulisse für den Rest der Fahrt war... (aber da war ich eh schon aus dem Parkhaus raus und musste nur noch lachen.)